Frank Popp Ensemble

Irgendwann 2003 schallt ein Track durch die Landschaft, der verdammt tanzbar ist, gute Laune macht und überraschenderweise auch auf sämtlichen Clip-Kanälen hoch und runter läuft. „Hip Teens Don’t Wear Blue Jeans“ tönt mit lässigem Sechziger Jahre-Flair, gesungen von einer schnuckeligen Sängerin mit knappstem Minirock, von den wahren In-People. Der Song ist jedoch alles andere als neu, und auch das Album, das bald darauf mit „endlich“ begrüßt wird, hat bereits stolze zwei Jährchen auf dem Buckel. Schon 2001 erscheint die Originalversion von „Ride On“ auf dem kleinen Label Unique und gelangt schließlich im September 2003 in aufgemotztem Erscheinungsbild und mit modifizierter Trackliste auf dem Major-Label Eastwest zu neuen Ehren.

Erster Protagonist des Ensembles ist – welch Überraschung – ein umtriebiger Knilch namens Frank Popp. Von Beruf Grafik-Designer und DJ hat er eine Schwäche für die Sounds der 60er, deren abgefahrene Mode und ihre stylishen, auch heute wieder mehr als aktuellen künstlerischen Entgleisungen. Im Dunstkreis von Koteletten, Vespa-Rollern, Rollkragen-Pullis und Cordhosen fühlt sich Popp am wohlsten.

Der Düsseldorfer Unique-Club ist seine Spielwiese, auf der er sich während seiner Breakaway-Abende musikalisch austobt. Irgendwo im weiten Feld von Soul, Swing, Rare Grooves und Funk wabert der DJ-Sound von Popp durch den Club. Die Reihe im Unique wächst und gedeiht. Von Seiten des gleichnamigen Labels kommt der Vorschlag, doch bitteschön ein paar Songs aufzunehmen, wenn schon die Party so gut ankommt. Gesagt, getan.